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Die Top-Lage als oberstes Gebot

Die Top-Lage als oberstes Gebot

Makro- und Mikrolage

Wenn es um die wichtigsten Kriterien beim Kauf von Immobilien geht, führt kein Weg an der Analyse des Standortes vorbei – nicht umsonst heißt es immer wieder „Lage, Lage, Lage“. Doch worauf kommt es hierbei im Detail an? Schultheiß Projektentwicklung AG klärt über die sogenannte Makro- und Mikrolage auf:

Makrolage – das große Ganze

Als Makrolage wird derjenige Faktor bezeichnet, der die wirtschaftliche Attraktivität einer Region oder Stadt sowie deren Infrastruktur und die Nähe zu Arbeitsplätzen beschreibt. Kaufinteressenten sollten sich deshalb folgende Fragen stellen:

  • Wie steht es um den Wohlstand der Region: Ist die Ökonomie stabil? Gilt der Standort als Touristenziel?
  • Ist die Zukunft der angesiedelten Unternehmen gesichert und gibt es genügend Arbeitsplätze?
  • Sind öffentliche Einrichtungen (Ministerien, Gerichte und Verwaltungen) vor Ort?
  • Wie gut ist die Verkehrsinfrastruktur?

Es ist nicht schwer zu erraten: Je besser die Makrolage, desto besser die Lebensqualität und die Wertentwicklung der Immobilie selbst. Denn beim Kaufentschluss sollte auch immer bedacht werden, dass das Objekt ein Investment in die Zukunft ist.

Mikrolage – die direkte Umgebung

Die Mikrolage beschreibt die nähere Umgebung einer Immobilie, die Lage der Straße und des Gebäudes sowie kulturelle, schulische und ärztliche Einrichtungen. Kurzum: die direkten Einflüsse, die auf ein Objekt und seine Bewohner wirken. Während bei der Einschätzung der Makrolage die Kriterien für Selbstnutzer und Kapitalanleger wenig schwanken, muss die Mikrolage von diesen beiden Standpunkten aus etwas differenzierter betrachtet werden. Für Selbstnutzer können folgende Fragen als Basis dienen:

  • Ist die Bebauung der Umgebung attraktiv?
  • Entspricht der soziale Status der Nachbarschaft den eigenen Ansprüchen?
  • Gibt es genügend Geschäfte, Schulen und Ärzte in der Nähe?
  • Wie gut sind die öffentlichen Verkehrsmittel zu Fuß zu erreichen?
  • Welche Ziele und Entwicklungsperspektiven stehen bei der jeweiligen Kommune auf der Agenda?

Kapitalanleger sollten sich hingegen in erster Linie mit der Frage auseinandersetzen, welche Personen als potenzieller Mieter infrage kommen, und deren Bedürfnisse anschließend mit dem Standort vergleichen:

  • Singles, Studenten und junge Paare schätzen eine gute Infrastruktur sowie die Nähe zum (Stadt-)Zentrum.
  • Familien, ältere Mieter und gutsituierte Doppelverdiener ohne Kinder legen Wert auf eine sichere Nachbarschaft.
  • Weitere Überlegungen: Kurzzeitmiete, Haustiere, ausländische Mieter etc.

Nicht zuletzt bleibt zu erwähnen, dass Lage und Preisniveau sich gegenseitig bedingen. Die Traumimmobilie in Bestlage – z. B. das Haus im Grünen, welches nahe einer Metropole liegt – erfordert also einen tieferen Griff in den Geldbeutel. Doch auch in ländlichen Regionen finden sich immer wieder Top-Lagen und auch hier gilt: Lebensqualität kostet – zumindest ein klein wenig mehr als das Objekt in guter oder mittlerer Lage.

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